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Festival Cruises pleite

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Passagiere von Festival Cruises in Barbados gestrandet

23. Januar 2004

Nach einem Finanzstreit um den italienischen Anbieter Festival Cruises sind rund 230 deutsche Kreuzfahrt-Touristen im Hafen der Karibikinsel Barbados gestrandet. Der Luxusliner "European Vision" mit Platz für bis zu 1.550 Passagieren wurde am Donnerstag im Hafen von Barbados beschlagnahmt, wie eine Unternehmenssprecherin am Freitag in Hamburg bestätigte. Die Reederei versprach, die deutschen Urlauber so bald wie möglich kostenlos in die Bundesrepublik zurückzufliegen. Die Kreuzfahrt könne nicht fortgesetzt werden.


Die Passagiere an Bord der "European Vision" seien vom Kapitän über das vorzeitige Ende der Karibikreise informiert worden, sagte eine Sprecherin der Reederei in Hamburg. "Sie wohnen weiterhin auf dem Schiff und werden bestens versorgt." Die Reise für die deutschen Urlauber sollte ursprünglich noch bis Sonntag dauern.


Vor wenigen Tagen waren bereits in Barcelona und Marseille Kreuzfahrtschiffe von Festival Cruises beschlagnahmt worden. Die in Barcelona gestrandeten Urlauber seien bereits am Dienstag in ihre Heimatländer zurückgeflogen worden, sagte die Sprecherin. Sie sollen den vollen Reisepreis erstattet bekommen. Unter den Touristen auf der "European Stars" waren 158 deutsche Urlauber. Im Hafen von Marseille sei zudem ein drittes Kreuzfahrtschiff beschlagnahmt worden, das aber wegen anstehender Reparaturarbeiten ohnehin derzeit außer Dienst gestellt sei.


In dem Finanzstreit stehen sich Festival Cruises und die Gläubiger des Unternehmens - darunter vor allem die französische Alstom-Werft und die französische Großbank Crédit Agricole - gegenüber. Allein bei Alstom steht der Reisekonzern mit geschätzten 176 Millionen Euro in der Kreide. Vorsorglich sagte die Reederei auch eine für Ende Januar geplante Karibik-Kreuzfahrt der "European Vision" ab.

Text: @mg

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